Thức ăn tráng miệng – Desserts/ Süßspeisen

In Vietnam werden Süßspeisen nicht unbedingt als Dessert gereicht, sondern zwischendurch gegessen, oft in einem der vielen Läden oder an Ständen, die sich auf bestimmte Süßspeisen spezialisiert haben. Zum Nachtisch gibt es hingegen meistens in mundgerechte Stücke geschnittenes Obst je nach Saison.

Vietnamesische Süßspeisen können grob in zwei Kategorien eingeteilt werden: Chè und Bánh.
Chè entspricht je nach Sorte am ehesten unserem Kompott oder Pudding, Bánh hingegen eher Küchlein.
Außerdem gibt es noch Mứt (kandiertes Obst oder Gemüse) und Ô mai (süß-saure-salzige Früchte), d.h. weiterverarbeitete Früchte, welche aber eher in die Kategorie Knabbersachen gehören, zumal Ô mai nur bedingt zu süßen Sachen gezählt werden können, sowie Kẹo (Bonbons oder Toffee).

Die Grenzen zwischen Chè und Bánh sind mitunter von der Bezeichnung her fließend. Es gibt z.B. Chè kho, der eher wie Bánh đậu xanh (Mungbohnenküchlein) aussieht.

Bánh
Bánh ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für alle Sachen aus irgendeinem Teig, darunter auch herzhafte Speisen. Bánh bao z.B. ist ein gefüllter und gedämpfter Hefekloß und Bánh mì ein Weizenbrot.
Nahezu jede Region hat seine eigenen Spezialitäten an Bánh. Mitunter wurden diese ursprünglich sogar jeweils nur in einem Dorf produziert. Es ist heute noch üblich, bei Ausflügen in bestimmte Regionen oder bei deren Durchfahrt von dort die ortsspezifische Süßspeise mitzubringen. Die süßen Bánh werden oft zu grünem Tee gereicht. Einige Sorten werden auch als Zwischenmahlzeit gegessen.

banhnuong
(Bánh nướng als Bánh trung thu – Mondkuchen)

Chè
Chè wird üblicherweise aus einer Schüssel oder einem Glas gelöffelt. Einige Sorten werden heiß gegessen, andere kalt mit viel zerstoßenem Eis. Manche Sorten können je nach Jahreszeit heiß und kalt gegessen werden. Chè, der mit Eis gegessen wird, ist oft sehr süß, um das Eis zu kompensieren.

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(Chè hạt sen – Kompott aus Lotoskernen)

Rezeptverweis:
Chè cốm – Süßspeise aus grünen Klebreisflocken
Chè đậu xanh – Süßspeise aus Mungbohnen
Chè đậu đen – Kompott aus Schwarzen Bohnen
Chè hạt sen long nhãn – Kompott aus Longanfrüchten und Lotoskernen
Chè kho – Trockener Chè aus grünen Bohnen
Chè hạt sen – Kompott aus Lotoskernen
Chè xoài – Mangopüree mit Tapiokaperlen
Bánh chuối – Bananenpfannkuchen
Bánh chín tầng mây – Gedämpfter Schichtkuchen
Bánh dẻo – Mondkuchen (ungebacken)
Bánh bò nướng – Gebackener Bienenwabenkuchen
Bánh trôi – Gekochte Klebreisbällchen mit Zuckerfüllung
Bánh bò – Gedämpfter Bienenwabenkuchen

8 Gedanken zu „Thức ăn tráng miệng – Desserts/ Süßspeisen

  1. Die Mondkuchen hier im Bild ist bánh nướng, bánh dẻo ist auch ein Mondkuchen. Mondkuchen sind bánh trung thu und Oberbegriff von beide bánh nướng, dẻo. Vietnamesiche Bonbon sind auch sehr vielfältig wie kẹo dừa, lạc, vừng, dồi, bột…

    • Da hast du natürlich recht. Ich habe mich hier zu sehr von meinen Vorlieben leiten lassen – ich finde als Mondkuchen bánh nướng bedeutend besser als bánh dẻo. Für die vienamesischen Bonbons muss ich erst noch Material sammeln, um einen Extraeintrag ähnlich wie für Mứt machen zu können, daher habe ich sie hier nur am Rand erwähnt.

      Viele Grüße

  2. Ich vermisse „Bánh Rán bọc đường“ (Bratkuchen) :((
    Hallo Bunzel, hast du zufällig den Rezept für diese Dessert? Ich mag Bánh Rán sehr, finde keine zuverlässige Info auf dem Netz ~~

    Gruß

  3. Kann man diesen Mondkuchen Bánh trung thu vielleicht auch selber machen, ich esse den sehr gerne, aber es gibt ihn fast nie und wenn, ist er ziemlich teuer. Vielleicht hast Du ein Rezept dafür?

    Viele Grüße Rincewind

    • Den kann man selber machen. Ich habe verschiedene Rezepte auf Vietnamesisch und habe mir gerade zwei Formen bestellt, um sie auszuprobieren. Wenn es geklappt hat, stelle ich sie auf jeden Fall ein.

      Viele Grüße
      bunzel

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