Bánh xèo – Vietnamesische Crêpes

banhxeo

Bánh xèo ist ein typisch südvietnamesisches Gericht.
Zu Bánh xèo gibt es bereits einige Rezepte im Internet, die meistens in Anlehnung an Omelettes mit Eiern zubereitet werden. Die Bánh xèo von den Straßenständen in Vietnam bestehen allerdings aus Reismehl, Wasser und Kokosmilch. Die gelbe Farbe gibt nicht das Ei, sondern Kurkuma.

botbanhxeo

Normalerweise kaufen wir immer eine Mehlmischung und bereiten diese gemäß Anleitung auf der Verpackung zu. Man kann den Teig aber auch selbst herstellen. Je nach Rezept werden unterschiedliche Mehlmischungen verwendet. Eine relativ einfache Variante haben wir aus einer Kochsendung:

2 Tassen Reismehl
4 Tassen Kokosmilch
1 gestrichenen TL Kurkuma
etwas Salz

Mehl, Kurkuma und Salz gut durchmischen und die Kokosmilch unterrühren. Zwei bis drei Frühlingszwiebeln in kleine Ringe schneiden und ebenfalls in den Teig geben. 30 min ruhen lassen. Der Teig muss relativ flüssig sein.

Für die Füllung werden ca. 100 g Shrimps, 100 g Schweinefleisch, Mungbohnensprossen und ca. 1 Tasse gekochte Mungbohnen benötigt.
Das Schweinefleisch in dünne Scheiben schneiden, mit Salz, etwas Zucker und Pfeffer würzen. Die Garnelen schälen, den Rücken aufschneiden und den Darm entfernen. Je nach Größe ggf. halbieren, ebenfalls mit Pfeffer und Salz würzen. In Vietnam werden für dieses Gericht auch gern relativ kleine Garnelen mit weicher Schale verwendet, bei denen lediglich die Beine und Antennen entfernt werden – dann wird es noch knackiger.

In einer abdeckbaren Pfanne mit wenig sehr heißem Öl einige Fleischscheiben und Garnelen unter Rühren anbraten, dabei die Hitze verringern. Eine Schöpfkelle Teig darübergeben und die Pfanne dabei schwenken, damit der Teig gleichmäßig verteilt wird. Auf einer Hälfte einige Mungbohnensprossen und Mungbohnen verteilen und bei abgedeckter Pfanne einige Minuten garen. Anschließend die Hälfte ohne Sprossen über die andere schlagen (ggf. noch etwas Öl an den Rändern zugießen, damit sich der Crêpe besser löst) und auf einen Teller geben.

Bei Tisch werden auf dem Kräuterteller nach Belieben diverse frische Kräuter (z.B. Koriander, Thai-Basilikum, etc.), Gurkenstreifen, Streifen von Frühlingszwiebeln und Salatblätter gereicht. Von den Bánh xèo werden Stücke abgerissen, zusammen mit Kräutern in die Salatblätter gerollt und in Nước mắm dấm gedippt.

Es gibt je nach Familie verschiedene Varianten. Einige verwenden keine Mungbohnen, sondern fügen bereits dem Teig Mungbohnenmehl bei, andere geben die Frühlingszwiebeln nicht in den Teig, sondern erst zu den Mungbohnensprossen oder auf den Kräuterteller. Es gibt auch vegetarische Versionen mit Gemüse anstelle des Fleisches und der Garnelen. Wem der Kokosmilchgeschmack zu intensiv ist, kann stattdessen auch einen Teil der Flüssigkeit durch Wasser ersetzen.

6 Gedanken zu „Bánh xèo – Vietnamesische Crêpes

    • Hast du die Crêpes bei einer Familie, einem Kochkurs oder einer Garstube zubereitet?

      Eigentlich wird zuerst die Füllung gebraten, der Teig dazugegeben und zum Schluss noch das Gemüse hinzugefügt.
      http://www.youtube.com/watch?v=UptQzol2dmo&feature=related

      Einige Garstuben verwenden allerdings vorgegartes Fleisch und Shrimps, damit die Sachen über den heißen Tag nicht verderben, und geben diese erst zusammen mit dem Gemüse zu dem fast fertigen Crêpe. Außerdem lassen sich so die Crêpes besser falten.

  1. oh das Gericht essen wir auch oft 😀 Wir hauen die Frühlingszwiebeln in den Teig. Und ich bevorzuge die Sprossen frisch, also nicht vorgegart (meiner Meinung ist der Geschmack intensiever) Und als Füllung nehm ich meist Shrimps und normale Zwiebelringe 🙂

  2. Haben die Crepes zum ersten mal ausprobiert. Geschmack ist gut, aber die Konsistenz… Beim Zubereiten des Teigs ohne die Füllung fiel der Crepe beim Wenden auseinander. Der „Kleber“ fehlte offensichtlich. Hat jemand einen Tipp?

  3. Ist es sicher, dass für die Crepes Kokosmilch verwendet wird? Ich hatte irgendwo in Vietnam gehört, dass Coconut Water verwendet wird. Kokosmilch erscheint mir aber logischer wegen der Konsistenz. Danke für die schönen Rezepte!

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